Altes Sportheim

Der VfB NEUHÜTTEN wurde 1929 gegründet. Es entwickelte sich sofort ein für die damalige Zeit reger Spielbetrieb, der zumeist aus Freundschaftsspielen in der engeren aber auch weiteren Umgebung bestand. Da sich die Mitglieder weigerten, geschlossen der NSDAP beizutreten, wurde der Vereinbehördlicherseits aufgelöst, der Spielbetrieb erlosch!

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges war sofort auch der Wunsch spürbar, wieder Fußball zu spielen. - Aber wo?! Auf die ursprünglichen Spielstätten am Gassensee und hinter der Sonne - Post konnte nicht mehr zurückgegriffen werden.

Ein neuer Platz musste her!

ln einer beispiellosen Gemeinschaftsleistung wurde der Waldsportplatz auf der Ebene geschaffen.

Die von Gemmingen'sche Verwaltung erteilte die Erlaubnis und mit Hilfe der Amerikaner wurde der Platz eingeebnet. Etliche ehemalige Spieler waren schon aus Krieg und Gefangenschaft heimgekehrt und so wurde mit viel Handarbeit der neue Platz in einen spielbaren Zustand gebracht. Viele hatten noch keine Arbeit gefunden und konnten so kräftig mit zupacken. Diejenigen, die bereits wieder verdienten, unterstützten diese Helfer, indem sie etwas von ihrem Lohn abgaben.

Eine grandiose Solidarleistung!

Nach den ersten Spielen auf dem neuen, und für damalige Verhältnisse ausgezeichneten Sandplatz wurde natürlich der Wunsch nach Umkleidemöglichkeiten laut. Mit Elan wurde auch dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt.

Allerdings gab es anfänglich nur einen einzigen Umkleideraum, mit dem sich die Heim- und auch die Gastmannschaft begnügen musste!

Ein eigentlich unmöglicher Zustand, da es nach dem Spiel auch noch oft Rangeleien gab. Nach einem bedauerlichen Vorfall, bei dem der Sportkamerad Werner Schoch Opfer einer Verwechslung und im Gesicht erheblich verletzt wurde, hat man dann eine Trennwand eingezogen, so dass Heim- und Gastmannschaften getrennt waren. Ebenso wurde eine Dusche angebaut, gemeinsam für Heim und Gast.

Natürlich waren sowohl Spieler als auch Besucher durstig, ein Getränkeverkauf notwendig.

Mangels anderer Möglichkeiten fand dieser in einer Ecke der Kabine der Heimmannschaft statt. Für Zuschauer war dann während des Umziehens und Duschens der Spieler ein Zutritt nur für männliche Erwachsene möglich, wenn sie bei Frau Dietrich ein Bier oder einen Sprudel kaufen wollten.

Ein gemeinschaftsförderndes Zusammensitzen nach dem Spiel war bei diesen Verhältnissen nur schwer möglich.

Deshalb wurde der Um- und Anbau zum heutigen alten Sportheim Ende der 60er Jahre angegangen. 1970 wurde die Baugenehmigung vom Landratsamt Öhringen erteilt, und unter der tatkräftigen Leitung und Mithilfe des 2. Vorsitzenden Adolf Haaf umgesetzt.

Ein richtiges Sportheim war entstanden, mit einem großen Gastraum oben, einer zusätzlichen Umkleide- und Duschraumgruppe sowie Lager- und Heizungsraum im Keller. Die Genehmigung zum Einbau einer Ölzentralheizung wurde zunächst versäumt, aber später nachgeholt.

Ebenso später erwarb die Gemeinde das Areal auf dem sich der Sportplatzbefand.

Adolf Haaf und seine Frau waren die ersten Sportheimwirte. Auf sie folgte das Ehepaar Schulz, sowie die Ehepaare Hock, Gessler und Kaiser.

Nach dem Bau der Burgfriedenhalle konzentrierte sich der Sportbetrieb immer mehr dort. Ein schöner Rasenplatz wurde gebaut und 1985 eingeweiht. Auf dem Waldsportplatz fand nur noch das Training statt. Dabei war das Sportheim aber immer sehr gut besucht und bildete auch in dieser Zeit die Heimat des VfB NEUHÜTTEN.

Als dann in den 90er Jahren ein Trainingsplatz bei der Halle gebaut wurde und auch das Training im Sportzentrum Burgfrieden stattfand, stand das Sportheim plötzlich leer, wurde aber im Burgfrieden schmerzlich vermisst!

Zu einem richtigen Sportheimbau war damals nach dem Trainingsplatzbau dann noch kein ausreichendes Sparkapital vorhanden.
Um aber auch dort wieder eine Heimat für den Verein zu schaffen, wurde 1999 eine ehemalige Baubürobaracke in Neckarwestheim ab- und in Neuhütten aufgebaut und zum geliebten "Scheuerle" ausgestaltet, und von lrmgard Kaiser und Marion Dagenbach liebevoll versorgt.

Das alte Sportheim diente nur noch als Lagerraum und als Übungsraum für eine Musikband. Die Baugenehmigung für das "Scheuerle" war aber auf 7 Jahre befristet, und so musste man tatkräftig an die Planung und den Bau des heutigen Sportheimes im Sportzentrum Burgfrieden gehen. Dort folgte 2008 die Einweihung.

Als dann 2014 mit dem Bau des Schuppens auch Lagerraum im Sportzentrum Burgfrieden geschaffen war, hatte man die Lagerprobleme vor Ort gelöst.

Das Sportheim beim Waldsportplatz ist für den VfB NEUHÜTTEN nun entbehrlich und kann einer neuen Verwendung zugeführt werden!

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